eGovernment-Referenzanforderungsmodell PAS 1031: Anwendungsfälle/Use Cases für die  öffentlichen Verwaltung in einer Darstellung auf Referenzniveau als DIN Empfehlung (Autor: Dipl.-Infom. Thomas Off)Referenzanforderungen für eGovernment

Das Referenzanforderungsmodell konkretisiert die im Referenzprozessmodell beschriebenen Elemente weitergehend. Die im Referenzprozessmodell beschriebene Umgebung einer eGovernement-Anwendung und die an sie gestellten Anforderungen werden nun um strukturelle Details ergänzt. Dadurch werden Aspekte der Informationsverarbeitung innerhalb des Systems sichtbar.

Das Referenzanforderungsmodell nutzt die gängigen Techniken der anwendungsfallgetriebenen Anforderungsanalyse um Anforderungen dazustellen, die aus dem Referenzprozessmodell abgeleitet wurden.

Das Referenzanforderungsmodell umfasst insgesamt 23 Anwendungsfälle (Use Cases), die auf drei Subsystem aufgeteilt wurden. Lesen Sie >hier mehr über die Subsystemgliederung.

Die Referenzanforderungen werden durch ein einfaches Beispiels illustriert. >Hier finden Sie den Anwendungsfall "Verwaltungsleistung bewusst machen", der auf dem Beispiel aus dem >Referenzprozessmodell aufbaut.

Gängige Techniken der Anforderungsanalyse?

Die Anforderungsmodelle bestehen aus einem UML-Anwendungsfallmodell, das die Anwendungsfälle und Akteure des Systems und ihre Beziehungen darstellt.

Für jeden Anwendungsfall gibt es eine detaillierte tabellarische Beschreibung der Interaktion zwischen Akteur und System.

Sie wird durch einen Oberflächenentwurf konkretisiert. Zu der Benutzeroberfläche gehört eine Beschreibung ihrer Elemente.

Während der Analyse des Anwendungsfalls werden zentrale Dinge und Konzepte des Anwendungsbereichs in UML-Klassendiagrammen des Domänen Objektmodells mit ihren Eigenschaften und Beziehungen dargestellt und beschrieben.

Moderne Methoden der Softwaretechnik (z.B. der Rational Unified Process) verwenden eine vergleichbare Definition.


Subsystemgliederung

Anwendungsfälle (Use Cases), Akteure und Domänen-Klassen sind die wesentliche Bestandteile des Referenzanforderungsmodells für eGovernment. Sie werden auf mehrere Subsysteme aufgeteilt, die sich an der Gliederung des Referenzprozesses orientieren und zu der eGovernment-Referenzarchitektur überleiten.

>Lesen Sie hier mehr über die Gliederung des Referenz-anforderungsmodells in drei Subsysteme...

Anliegensubsystem, Use Cases für die Distribution von Verwaltungsleistungen, eGovernment-Referenzanforderungsmodell PAS 1031, Use Cases/Anwendungsfälle aus Bürgerperspektive in der öffentlichen Verwaltung, Darstellung auf Referenzniveau als DIN Empfehlung (Autor: Dipl.-Infom. Thomas Off)

Bürger:
Subsystem Anliegen

Im Subsystem Anliegen sind Anwendungsfälle enthalten, die den Nachfrager (d.h. ein Bürger oder Unternehmen) die Interaktion mit der eGovernment-Anwendung ermöglichen.

Sie resultieren im Wesentlichen aus dem Anliegenprozess des Referenzprozessmodells und seinen Subprozessen.

>Lesen Sie hier mehr.

Leistungsprozess, Produktion von Verwaltungsleistungen, eGovernment-Referenzprozessmodell PAS 1030, Geschäftsprozesse aus Bürgerperspektive in der öffentlichen Verwaltung, Darstellung auf Referenzniveau als DIN Empfehlung (Autor: Dipl.-Infom. Thomas Off)

Verwaltung:
Subsystem Verwaltungs-leistung

Das Subsystem Verwaltungsleistungen umfasst Anwendungsfälle, die Akteuren die Erstellung von Verwaltungsleistungen und deren Abgabe an Nachfrager ermöglichen.

Diese Anwendungsfälle leiten sich aus dem Leistungsprozess und seinen Subprozessen ab.

>Lesen Sie hier mehr


Beispiel: Anwendungsfall "Verwaltungsleistung bewusst machen" aus dem Subsystem "Anliegen"

Beispielhaft wird hier der Anwendungsfall „Verwaltungsleistung bewusst machen“ des Referenzanforderungsmodells vorgestellt, um einen Eindruck vom Detaillierungsgrad des Modells zu vermitteln. Die Beschreibung der weiteren Anwendungsfälle des Modells finden Sie in der PAS-Publikation Nr. 1031 des DIN/Beuth Verlages.

Der Subprozess entspricht dem Subprozess Bewusstwerdung im Referenzprozessmodell. Die dort beschriebenen Aspekte wurden in Aktivitäten und Ereignisse der Geschäftsprozessmodellierung wurden in die Anforderungsanalyse übertragen.

>Lesen Sie hier mehr

Weiterentwicklung und Forum

Für das Jahr 2006 ist eine neue Version des Referenzanforderungsmodells geplant, die insbesondere der zukünfitgen eGovernment-Entwicklung Rechnung tragen muss. An dieser Weiterentwicklung können Sie mitwirken.

>Weitere Informationen finden Sie hier.